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Geschichte

Tradition trifft Wohlgefühl

sterne

Der 27-jährige Güstrower Hermann Schröder legte am 23. März 1913 den Grundstein für sein „Kurhotel Waldhaus“. Nach großen Mühen und einem Jahr unermüdlicher Fahrt zwischen Stadt und Heidberg – stets auf dem Fahrrad unterwegs, um Hypotheken, Baumaterialien und Ausstattung zu beschaffen – konnte er schließlich am 3. Juli 1914 das bald überregional beliebte „Kurhaus am Inselsee“ eröffnen. Zur feierlichen Einweihung engagierte Schröder die gesamte Artillerie-Kapelle. Drei Tage lang erlebte Güstrow eine wahre Völkerwanderung zu diesem neuen Ausflugsziel, nachdem sich wie ein Lauffeuer herumgesprochen hatte, dass es hier erstmals 11 Glas Bier für nur 1,00 Mark gab. Doch die glückliche Anfangszeit sollte nur von kurzer Dauer sein.

Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges am 1. August 1914 wurde Hermann Schröder bereits einen Tag später zum Militärdienst eingezogen. Wie durch ein Wunder überstand er die Schrecken des Stellungskrieges an der Westfront und verlobte sich während eines kurzen Heimaturlaubs mit Luise Kahl aus Rostock, die nach der Heirat zur tragenden Seele des Hauses wurde und maßgeblich dazu beitrug, die drückenden Schulden zu tilgen.

Waldhaus altes Bild

Nachdem Schröder den Inselsee-Kanal hatte anlegen lassen und mit dem Aushub den später berühmten Barlachweg schuf, erlebte das Kurhaus eine neue Blütezeit. In den 1920er-Jahren brachte ein Motorboot zahlreiche Gäste vom Fährhaus an der Plauer Chaussee direkt zur Landungsbrücke am Inselsee. In den 1930er-Jahren verkehrten regelmäßig Busse, die im Halbstundentakt Gäste aus der Stadt direkt zum Kurhaus beförderten.

Waldhaus Bild alt

Während des Zweiten Weltkrieges wurde das Haus im Herbst 1942 für den öffentlichen Betrieb geschlossen und als Lazarett mit 130 Betten genutzt. Mit dem Einmarsch der Roten Armee im Mai 1945 fand die Erfolgsgeschichte der Familie Schröder ein abruptes und schmerzhaftes Ende: Das Kurhaus wurde verwüstet, die Familie musste das Anwesen verlassen.

Im Herbst 1946 übernahm Hermann Schröder das inzwischen freigegebene Hotel „Zur Sonne“ in Güstrow. 1962 verließ er im Alter von 75 Jahren legal die DDR und wanderte nach Westdeutschland aus, wo er 1977 im hohen Alter von 90 Jahren fern seiner mecklenburgischen Heimat verstarb. Bereits 1976 hatte er sein Kurhaus an die HO der DDR verkauft.

Nach der Wiedervereinigung scheiterte der erste Versuch, das marode Gebäude zu sanieren. Die finanziellen Folgen der unzureichend geplanten Entkernung führten schließlich zum wirtschaftlichen Ruin des ersten Investors, des Ehepaares Hinz. Der traditionsreiche Standort am Inselsee schien damit endgültig verloren.

Um seine Eltern in dieser schwierigen Zeit zu unterstützen, gab Erich Alexander Hinz seine Tätigkeit als Bankkaufmann in Hamburg auf und kehrte nach Güstrow zurück. Mit einem neuen unternehmerischen Konzept überzeugte er den Konkursverwalter und die veräußernde Bank, sodass die Übernahme im Oktober 1995 die drohende Schließung des Hauses verhindern konnte. Die Anfänge im baulich unvollkommenen Gebäude waren schwierig. Doch dank stetig wachsender Umsätze konnten nach und nach dringend notwendige Investitionen erfolgen. Umfangreiche Sanierungsarbeiten begleiteten die folgenden Jahre: Garten und Parkplatz wurden neu gestaltet, und im Jahr 2000 wurde der vielen Güstrowern noch aus Kindheitstagen vertraute Gartenpavillon restauriert.

Das Ziel, das Hauptgebäude zu vollenden und das historische „Kurhaus“ wieder erlebbar zu machen, wurde schließlich im Mai 2002 erreicht. So verbinden sich heute der besondere Charme und die einstige Strahlkraft des Hauses mit neuer Qualität und schaffen einen Ort, der das Wohlbefinden der Gäste auf zeitgemäße Weise prägt.

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Heidberg 1
18273 Güstrow

Tel: +49 3843 850 - 0
E-Mail: info[at]kurhaus-guestrow.de

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